Die Haager Apostille und wo man sie bekommtSeite drucken

Uruguay ist am 14. Oktober 2012 dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der diplomatischen Beglaubigung vom 5. Oktober 1961 beigetreten. Seither werden hierzulande nur noch Apostillen anstelle konsularischer Überbeglaubigungen akzeptiert.

Eine Apostille bestätigt, wie auch eine konsularische Überbeglaubigung, die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner gehandelt hat, und gegebenenfalls die Echtheit des Siegels oder Stempels, mit dem die Urkunde versehen ist. Sie kann nur von dazu autorisierten Ämtern und Personen ausgestellt werden.

In der Bundesrepublik Deutschland erteilen folgende Stellen die sogenannte Haager Apostille:

1. Urkunden des Bundes

Bundesverwaltungsamt
Referat II B 4
50728 Köln
Tel. 0228-99358 4100

BVA-Merkblatt zur Beantragung einer Haager Apostille

Ausnahme: Für Urkunden des Bundespatentgerichts und des Deutschen Patentamts wird die Apostille vom Präsidenten des Deutschen Patentamts erteilt.

2. Urkunden der deutschen Bundesländer

In den Bundesländern ist die Zuständigkeit nicht einheitlich geregelt. Daher wird im konkreten Fall empfohlen, sich beim Aussteller der Urkunde zu erkundigen, durch wen die "Haager Apostille" erteilt werden kann.

Im Allgemeinen sind zuständig:

a) Urkunden der Verwaltungsbehörden (außer Justizverwaltungsbehörden):

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Inneres; Regierungspräsidenten; Präsident des Verwaltungsbezirks; Bezirksregierung

in Berlin: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten;
in Niedersachsen: Polizeidirektionen in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück;
in Rheinland-Pfalz: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Kaiserslautern;
in Sachsen: Landesdirektionen in Chemnitz, Dresden und Leipzig;
in Sachsen-Anhalt: Landesverwaltungsamt in Magdeburg;
in Thüringen: Landesverwaltungsamt in Weimar;

b) Urkunden der Justizverwaltungsbehörden, der ordentlichen Gerichte (Zivil- und Strafgerichte) und der Notare:

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Justiz; Land- (Amts-)gerichtspräsidenten

c) Urkunden der anderen als der ordentlichen Gerichte:

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Inneres; Regierungspräsidenten; Präsident des Verwaltungsbezirks; Bezirksregierung; Ministerien (Senatsverwaltungen) für Justiz; Land- (Amts-)gerichtspräsidenten.

3. Polizeiliche Führungszeugnisse

Ihr Führungszeugnis müssen Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung beantragen, die den Antrag dann weiterleitet nach Bonn, gleichgültig für welches Bundesland. Das ausstellende Amt, das Bundeszentralregister, befindet sich in der Adenauerallee 99-103, 53113 Bonn.

Die Führungszeugnisse kommen zuerst immer ohne Stempel und Unterschrift. Die muß man selbst besorgen, indem man die Unterlagen an das Bundeszentralregister schickt oder selbst nach Bonn fährt. Dort kann man das gestempelte und unterschriebene Dokument gleich wieder mitnehmen. Das wird an der Pforte erledigt und kostet nichts.

Danach muß man zum Bundesverwaltungsamt nach Köln, um sich eine Apostille zu besorgen. Diese gibt es aber nicht in der Barbarastraße (das ist nur die Postadresse), sondern in der Eupener Straße 125, 50933 Koeln. Das ist rund 9 km entfernt. (Auf die Postleitzahl achten, denn die Eupener Straße gibt es dreimal...) Die Wartezeit beträgt ein paar Minuten, dann ist es erledigt

Im Prinzip kann alles auch auf dem Postweg erledigt werden.

Mehr Informationen zum Thema Haager Apostille und wo Sie eine solche bekommen können finden Sie auf ApostilleInfo.com, auf Wikipedia ( hier und hier) sowie beim Auswärtigen Amt (hier und hier).

 

 

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