Einkommensnachweis: Was wird von den uruguayischen Behörden anerkannt?Seite drucken

Sie können Millionen in harten Währungen auf diversen Bankkonten deponiert haben, Beteiligungen an Dutzenden von Aktienfonds besitzen und Tonnen von Edelmetallen und Diamanten an einem sichern Ort gebunkert haben. All das interessiert die uruguayische Einwanderungsbehörde nicht.

Was von den hiesigen Behörden als Nachweis eines gesicherten Einkommens anerkannt wird, sind nur ganz wenige und klar definierte Dinge.

Für die Ausstellung eines notariellen Einkommenszertifikats in Uruguay werden akzeptiert:

Seit Januar 2014 müssen Einwanderungsanwärter monatliche Einkünfte nachweisen, die mindestens einem uruguayischen Mindestlohn entsprechen. Das sind derzeit umgerechnet rund 500 USD pro Erwachsenem.

Diesbezügliche Belege (Grundbuchauszüge, Miet- bzw. Pachtverträge, Rentenbescheide, Unterhaltsbescheide, Arbeitsverträge, Gesellschaftsverträge etc.) müssen mitgeführt werden und sollten nach Möglichkeit durch entsprechende Kontoauszüge, gedruckt oder online, untermauert werden können.

Die Unterlagen über Ihre Einkünfte müssen einem uruguayischen Notar zur Prüfung vorgelegt werden, der dann ein Zertifikat zur Vorlage bei der Einwanderungsbehörde ausstellt. Diese Unterlagen müssen i.d.R. nicht apostilliert und auch nicht übersetzt sein (zumindest nicht bei meinem Notar, da dieser Deutsch spricht).

Löhne oder Gehälter, die Sie in Deutschland oder anderswo im Ausland bezogen haben, sind leider hier wertlos, ebenso wie künftig zu erwartende Einnahmen.

Einkünfte aus informellen Tätigkeiten werden generell nicht anerkannt. Auch Immobilienbesitz, Bankguthaben und Festgeldanlagen (sowie daraus resultierende Zinseinnahmen), Aktienbesitz, Wertpapierdepots, Lebensversicherungen etc. werden hier nicht als ausreichende Sicherheiten akzeptiert, wie schon in der Einleitung angedeutet.

Akkreditierte Diplomaten bzw. Botschaftsangehörige, Bedienstete ausländischer oder internationaler Organisationen oder Stiftungen, Lehrer ausländischer Schulen (etwa der Deutschen Schule in Montevideo) u.ä. benötigen keine Einkommensnachweise, ebensowenig deren Familienangehörige (Kernfamilie).

Lösungswege

Sollte keine der hier aufgeführten Optionen für Sie "passen", kann man immer eine andere legale Lösung finden. Am Einkommensnachweis ist hier bisher noch niemand gescheitert.

Eine gangbare und lukrative Alternative kann die Beteiligung an einem uruguayischen Investitionsvorhaben sein. (Detaillierte Informationen auf Anfrage.)

Zu beachten

Um das Bild über Ihre Bonität abzurunden, können und sollen neuerdings in dem notariellen Einkommensnachweis folgende Dinge erwähnt werden, wenn zutreffend, unter Angabe der entsprechenden Rahmendaten und unter Vorlage entsprechender Unterlagen dem Notar gegenüber:


Erstellt: 11. Juni 2003
Letzte Änderung: 22. November 2016

 

 

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