Über mich, Manfred Burger

Seit 1992 in Uruguay

Liebe Besucher und Besucherinnen meiner Webseite,

Manfred Burger, Uruguaywie bereits auf der Begrüßungseite erwähnt, lebe ich seit 1992 in Uruguay, genauer gesagt seit dem 2. April jenes Jahres, und obwohl ich hier einige einschneidende Erfahrungen gemacht habe, und obwohl sich Uruguay vor allem in den letzten Jahren verändert hat, habe ich meinen Umzug nie wirklich bereut.

Ich bin damals prinzipiell aus drei Gründen ausgewandert: Erstens hatte ich damals schon die Nase voll von der zunehmenden Überwachung in Deutschland / der EU und suchte ein Leben mit mehr Freiheitsgraden, das ich in Uruguay auch fand und genieße. Zweitens verwirklichte ich so einen Kindheitstraum, der lautete: “Ich möchte in einem Land mit Sonne und Meer leben”, wobei ich als kleiner Steppke eher die griechische Inselwelt der Ägäis im Sinn hatte und Uruguay noch nicht einmal kannte. Drittens spielte bei dem Schritt zum Umzug nach Südamerika eine schöne Frau eine entscheidende Rolle, meine damalige Ehefrau aus Costa Rica. Die Ehe hat zwar nicht gehalten, aber Uruguay ist geblieben...

Und warum war die Entscheidung für Uruguay gefallen und nicht für ein anderes Land? Es waren die gleichen Gründe, die auch heute noch gelten. Im Vergleich mit anderen Ländern schnitt und schneidet Uruguay immer in der Spitzengruppe ab. Stichworte: politische und wirtschaftliche Stabilität, keine gravierenden sozialen Probleme, null Rassen- oder Ausländerprobleme, gute Infrastruktur, gute medizinische Versorgung, europäisch geprägte Kultur, die egalitärste Wohlstandsverteilung Südamerikas, keine Naturkatastrophen, mildes Klima, bewältigbare Einwanderungsformalitäten, aufgeschlossene Menschen, viel Sonne und Meer und relativ vieeel Freiheit.

Habe ich jetzt etwas vergessen?

Boutique "Casa Moda" oder Vom freien Fall in eine 'Marktlücke'

Mein Leben in Uruguay begann mit einer Bauchlandung. Mit meiner damaligen Frau eröffnete ich in Montevideo eine Boutique mit dem Namen “Casa Moda” für europäische Markenkleidung und Edeldessous, weil uns das eine Marktlücke zu sein schien und wir darauf auch Lust hatten. So lernte ich schnell, daß hierzulande etwas, das wie eine Marktlücke aussieht, auch ein Loch sein kann, in das man fallen kann.

Wir hatten zu guten Preisen eingekauft, wir hatten ein ausgezeichnetes Lokal in einer Spitzengeschäftslage (in der Calle 21 de Setiembre unweit der Rambla), wir hatten eine exklusive Ladendekoration (z.B. mit Schaufensterfiguren der Firma Hindsgaul; so etwas gab es in ganz Uruguay noch nicht; allein schon diese Modepuppen waren ein Spektakel), wir machten gute und viel Werbung in Radio, Fernsehen und mit Modenschauen, und wir hatten auch vernünftige Verkaufspreise (die gleiche Textilie war bei uns in Montevideo billiger als etwa in Hamburg).

Trotzdem sausten wir vom ersten Tag an im Sturzflug der Pleite entgegen. Wir hatten alles einkalkuliert, nur eines hatten wir nicht in Rechnung stellen können: die uruguayische Mentalität. Die konnten wir als frisch eingereiste Ausländer noch nicht kennen. Auf die harte Tour mußten wir dann feststellen, daß wir dem uruguayischen Geschmack ungefähr 15 Jahre voraus waren. Unsere Kleidung war den Leuten hier zu feminin und provokativ, obwohl es sich, wie gesagt, um Marken- und Designerware handelte, die sich die Frauen in Berlin, Hamburg, Bremen, Wien, Madrid usw. mit Kußhand angezogen hätten – aber nicht in Montevideo.

Man muß dazu sagen, daß wir einen uruguayischen Unternehmensberater hatten, deutschsprachig, der uns sowohl von der Botschaft als auch von der AHK empfohlen worden war. Der hätte wissen müssen, daß unsere Klamotten nicht für diesen Markt geeignet waren. Wir hatten ihm ja Kataloge und Fotos von den Sachen gezeigt, die wir importieren würden. Doch statt uns zu warnen, hat er nur zu allem Ja und Amen gesagt. ("Jawoll, Herr Burger, machen Sie das!") Es war ihm völlig schnuppe, ob wir Erfolg haben würden oder nicht. Er wollte nur seine monatlichen Schecks (völlig überteuert, wie ich später feststellen mußte), sonst nichts.

Am 2. Mai 1992 hatten wir unseren Laden eröffnet, am 14. Dezember 1992 (meinem Geburtstag!) war die Zwangsversteigerung unserer Waren und Einrichtungsgegenstände. So schnell kann's gehen....

Durch diesen Bankrott hatte ich mein ganzes Geld verloren. Einen knappen Monat später war dann auch die Ehe endgültig kaputt. Neubeginn von Null stand also auf dem Programm. Zurück nach D wollte ich nicht, aus Stolz.

"mabuFotos":  Profifotograf, unverhoffterweise...

Mir waren mein Schäferhund "Blitz", meine persönliche Kleidung und meine Fotoausrüstung geblieben. So wurde ich Fotograf. Was mein Hobby gewesen war, wurde unverhofft zum Broterwerb.

In allen Tageszeitungen und Zeitschriften hier waren irgendwann einmal Fotos von mir zu sehen – aber glauben Sie nicht, daß man damit gut Geld hätte verdienen können!

Schnell fand ich heraus, was für einen Fotografen hier das Lukrativste ist: Das sind zum einen Hochzeiten und die 15. Geburtstage der Mädchen, die hier mit großen Feiern begangen werden (eine Art Initiationsritus), und zum anderen Mode- und Modellfotografie. So trieb ich mich dann als Bildermacher auf Hochzeiten und 15. Geburtstagen herum, und ich stellte mich bei Modedesignern und in Modellschulen als Fotograf vor. In letzteren bot ich an die benötigten Books bzw. Composites zu machen.

Dazu muß man wissen, daß damals praktisch alle hiesigen Mädchen, die nicht völlig krummbeinig und mit einer Pinocchionase geboren worden waren, unbedingt Model werden wollten. Das paßte zu ihrer Vorstellung vom Leben: ein bischen mit dem Hintern wackeln und dafür Geld kassieren. Auch viele Jungs wollten unbedingt Model werden. Inzwischen hat das, meinem Eindruck nach, nachgelassen, aber damals waren Modellschulen ein blühendes Geschäft.

Die Mode- und Modellfotographie wurde bald mein Schwerpunkt. Die angesehenste Modellschule von Montevideo, die von Sonia Baldi, hatte mich sozusagen zum Hausfotografen gemacht. Und bald tauchte dann auch der Gedanke auf: Wenn ich schon die Fotos von den jungen Damen und Herren habe, kann ich denen doch auch Arbeit als Models beschaffen. Ich trug diese Idee Sonia Baldi vor. Die stimmte begeistert zu und ließ mich machen.

Modellagentur "Runway Models"

Runway Models LogoSo entstand meine Modellagentur “Runway Models”, die natürlich auch offen war für Leute, die nicht von der Schule Sonia Baldis kamen. "Runway" bedeutet auf Englisch übrigens sowohl "Laufsteg" (bei einer Modenschau) wie auch "Startbahn" (eines Flughafens) - ein gut gewählter Name, wie ich fand, paßte er doch zu meiner Modellagentur wie auch zu meinem persönlichen Vorhaben mit dieser Agentur: wieder durchstarten!

Ich organisierte einige Modenschauen und Schönheitswettbewerbe, brachte etliche Leute (auch ältere Menschen, Babies und sogar Hunde; was eben so gefordert wurde) in Werbespots (Commercials) unter, hatte Modelle bei verschiedenen Jeansmarken und Modedesignern - und ich will nicht leugnen, daß mir das ziemlich gut gefallen hat. Ich war von weiblicher Jugend und Schönheit umgeben, und in den Fotosessions fielen auch so einige Hüllen, denn für die Books müssen ja auch Aufnahmen in Lingerie oder zumindest Bikinis geschossen werden, und das alles auch noch möglichst sinnlich. Auch drei Miss Uruguay sowie diverse andere uruguayische Missen und Reinas von Anfang / Mitte der 90er Jahre und sogar eine Miss Argentina räkelten sich vor meinem Zoom.

Kurz gesagt: Ich machte etwas und verdiente sogar noch Geld damit, was viele Männer vielleicht gerne täten, aber sich nicht trauen oder einfach nicht die Gelegenheit dazu haben. Und nicht wenige machten sich ein Kopfkino darüber, was da wohl sonst noch alles so passierte...

1996 steuerte ich die Models zu einer Modenschau in der Deutschen Botschaft bei, einer Benefizveranstaltung zugunsten einer gemeinnützigen Organisation namens OBSA. Der Botschafter saß in der ersten Reihe und lächelte zufrieden, als die Damen auf dem Laufsteg an ihm vorbei stolzierten. Alle waren happy, und am 3. Juli 1996 habe ich ein Dankesschreiben von OBSA für meine Mitwirkung an jener Modenschau erhalten, das ich bis heute aufbewahre.

Die Modellagentur war schön und gut, vor allem schön, aber viel Geld konnte man damit in Uruguay nicht verdienen. Claudia Schiffer war leider bei Elite Models Management beschäftigt und nicht bei Runway.

Promotionsagentur "Agencia Runway"

Viel lukrativer war hingegen das Geschäft mit Werbedamen (span. “Promotoras”) für Supermärkte und Messen usw. Diese Promotoras waren in den 90ern hier allgegenwärtig und ein für mich neues Phänomen, das ich aus Deutschland nicht kannte.

Agencia Runway LogoHier wurde einem in Einkaufszentren, Supermärkten und auch auf der Straße dauernd etwas angeboten von mehr oder weniger feschen jungen Frauen: Schokolade, eine Weinprobe, Schnaps, Parfüms, Hautcremes, aber auch Schnellgerichte und was man sich überhaupt so vorstellen kann. Da sah ich bessere Verdienstmöglichkeiten als mit meiner kleinen Modellagentur, und so orientierte ich meine Agentur um: aus “Runway Models” wurde die “Agencia Runway”, die “Agentur Runway”, und 'meine Mädels' mutierten von Models zu Promotoras. Das war im Oktober 1996.

Als Kunden hatte ich dann u.a. einen der großen Brotfabrikanten hier, einen großen Käse- und Milchproduktehersteller und die größte uruguayische Schokoladenfabrik. Hostessen und Promotoras von mir tummelten sich auf der Montevideo Motor Show, der Expo Prado und was es sonst noch so an Messen und Ausstellungen in Montevideo gab.

Mein lukrativster Kunde wurde die Beiersdorf AG, d.h. die deutsche Marke Nivea. Die hatten Tag für Tag gut ein halbes Duzend Promotoras von mir als Verkäuferinnen in Supermärkten und Shopping Centers.

Web10000 Intenet ServicesWebagentur "Web100000 Internet Services"

Inzwischen hatte das Internet seinen Siegeszug angetreten. Ich wollte für meine Promoagentur eine Homepage machen und fing an mich mit HTML, FrontPage und Java-Appletts usw. zu befassen. Das machte mir soviel Spaß, daß ich, als die Webseite annähernd fertig war, beschloß die Promotionsagentur an den Nagel zu hängen und als Webdesigner zu arbeiten. Das war im Oktober 1998.

Damals war das möglich, in diese Branche so einfach einzusteigen, vor allem hier in Uruguay. Die Internettechnologie war noch simpel, und was zählte, war das Ergebnis, und nicht eventuelle Ausbildungen, die man entweder vorweisen konnte oder auch nicht.

Die Promotionsagentur andererseits war Streß, weil dauernd irgendwo ein Problem auftauchen konnte und auch tatsächlich auftauchte. Und dann mußte man (das heißt ich) wie die Feuerwehr an den Einsatzort und das Problem lösen. Außerdem hatte man nicht einmal an Wochenenden frei. Ganz besonders die Wochenenden waren intensive Arbeitstage. Das waren die wichtigsten Verkaufstage, und es mußte die Supervision gemacht werden. Also sprach einiges für einen erneuten Wechsel.

So habe ich 1998 damit angefangen Webseiten zu machen für lokale Firmen und Auftraggeber aus dem World Wide Web. Von April bis November 1999 war ich auch Webmaster eines kleinen uruguayischen ISP.

Web10000 Intenet Services

Die erste deutschsprachige Webseite über Uruguay

Irgendwann machte ich dann einen Internetauftritt über Uruguay, weil es auf Deutsch praktisch null Informationen gab über dieses schöne Fleckchen Erde, weder im Netz noch gedruckt, und selbst auf Englisch gab es so gut wie nichts. Am 25. 11. 1999 ging die Site als UruguayAktuell.com in's Netz, ohne jegliche kommerzielle Absichten, einfach mit ein paar Landesinformationen zu Geographie, Klima, Bevölkerung, Kultur, Geschichte usw., einigen Reisetipps und vielen, vielen Fotos.

Uruguay Aktuell

Am 13. Oktober 2002 wurde daraus dann UruguayInfo.com, bald auch mit reduzierten englisch- und spanischsprachigen Versionen. 2002 war auch das Jahr, wo es hier einen wichtigen Einschnitt gab: Durch die Folgen der Argentinienkrise kam es auch in Uruguay zu einer Wirtschafts- und Bankenkrise. Der uruguayische Peso brach um gut 60% ein. Dadurch wurde Uruguay für Europäer und Nordamerikaner als Urlaubsland interessant, und auch als Auswanderungsland.

In diesem Monat zog übrigens meine neue Liebe zu mir, am 5. Oktober 2002, die ich Ende 2000 über das Internet kennengelernt hatte. Vor ihrem Umzug hatte sie mich zweimal für mehrere Wochen in Uruguay besucht. Das erste Mal war sie am 7. März 2001 hier angekommen, das zweite Mal am 20. Januar 2002.

Ich begann die ersten Anfragen von Touristen und, etwas später, auch von Auswanderungswilligen zu erhalten. Zuerst beantwortete ich diese Mails so nebenher. So nach und nach stellte ich dann einige touristische Angebote zusammen, v.a. "Ferien auf einer Pferderanch" (dafür arbeitete ich bald mit allen dafür eingerichteten Estancias zusammen), erstellte maßgeschneiderte Individualreisen (ein schönes Beispiel ist hier zu finden) und verkaufte Reitertouren unter dem Motto "Uruguay on a Horseback". Meine "Estancias und Küsten"-Tour wurde von einigen der renommiertesten Reiterreisen-Veranstalter wie Equitours (USA), Unicorn Trails (UK) und Timeout Reizen (NL) verkauft.

In dieser Zeit entstand auch mein Stadtführer von Montevideo.

2004 war UruguayInfo.com ankerkannte Praktikumsstelle der Hochschule Bremen, und wir hatten im Sommersemester 2004 eine sehr engagierte und hübsche 26jährige Studentin des Internationalen Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft bei uns in El Pinar, deren Aufgabe lt. offizieller Praktikumsbestätigung u.a. die "Organisation von zielgruppenorientierten Reiseangeboten v.a. in den Bereichen Individual- und Abenteuertourismus" war. Zur Praktikumsstelle waren wir durch die Initiative dieser resoluten jungen Frau avanciert, die unbedingt zu uns nach Uruguay wollte und ihr Ziel auch erreichte (hier zu sehen als "Matetrinkerin").

Einwanderungshilfe? Wie die Jungfrau zum Kinde...

So Anfang 2003 begann mich mit den aktuellen Einanderungsbestimmungen für Uruguay zu befassen. Das Einwanderer-Thema reizte mich. Es schien mir eine sinnvolle Sache zu sein Neuankömmlinge zu beraten und sie vielleicht vor schlimmen Erfahrungen, wie ich sie machen mußte, zu bewahren. Außerdem: Ich selbst hatte gut vier Jahre auf die Bewilligung meiner Daueraufenthaltsgenehmigung warten müssen, weil ich vieles nicht gekannt und gewußte hatte, was im endeffekt alles Zeit kostete. Wenn man sich jedoch auskennt und weiss, was wie zu erledigen ist, läuft alles viel problemloser.

Den Begriff "Einwanderungshelfer" kannte ich allerdings damals noch gar nicht.

Im November 2003 stellte dann mein erster Einwanderungskandidat seinen Antrag auf Gewährung einer Daueraufenthaltsgenehmigung in der Migrationsbehörde. Er kam dann letztlich nicht nach Uruguay, sondern ging nach Österreich - und mir flatterten Bescheide über Zwangsverteigerungen und ähnliche unfreundliche Schreiben in's Haus, da der gute Mann einen Postnachsendeantrag gestellt und meine Adresse dafür angegeben hatte. So machte ich gleich mit meinem ersten Mann die Erfahrung, daß nich nur freiheitssuchende Idealisten nach Uruguay kommen...

Seither arbeite ich als Einwanderungshelfer und Berater von Neuankömmlungen. Ich bin zu dieser Tätigkeit so unverhofft gekommen, wie zu meinem früheren Fotografen-Job, sozusagen wie die Jungfrau zum Kinde.

Zuerst war alles super. Ich war der einzige, der diesen Service überhaupt für Deutschsprachige (und Englischsprachige) anbot. Es gab viele neue Herausforderungen. Ich mußte ja nicht nur die Einwanderungsbestimmungen kennen, sondern auch über alle möglichen anderen relevanten Themen bescheid wissen, die Einwanderer interessieren (Immobilien, Firmen- oder Existenzgründungen, Lebenshaltungskosten, Steuern, medizinische Versorgung und Krankenversicherungen, Banken, Was kann man in Uruguay machen? Womit kann man hier Geld verdienen? usw. usf.) Das alles machte mir mächtig Spaß.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Irgendwann bald tauchten dann die ersten Neider auf (wie schon bei meiner Modellagentur), und dann auch die ersten Nachahmer. Ich mußte feststellen, daß unter meinen 'Mitbewerbern' leider welche waren, die mit ziemlich unsauberen Methoden operierten. Ich mußte auch feststellen, daß es einige Einwanderer gab, die einen blinden, undifferenzierten Haß gegen Einwanderungshelfer hatten. Und ich mußte feststellen, daß manche Einwanderer recht kompliziert sind (s. auch meinen Beitrag Aus dem Leben eines Einwanderungshelfers).

Am 26. März 2006 starb meine geliebte Lebensgefährtin kurz nach ihrem 45. Geburtstag an einer seltenen Infektionskrankheit: Leptospirose. Kurz zuvor, am 8. Februar, waren waren wir innerhalb von El Pinar umgezogen. Ende Februar sagte sie, sie lege sich mal hin, sie fühle sich nicht gut. Nur einen Monat später war sie tot. Alle dazwischen liegenden Versuche sie zu retten, alle Bemühungen in der Intensivstation und sogar die Verlegung in eine Spezialklinik nach Buenos Aires waren vergeblich. Sie war die letzten Jahre zuvor nie krank gewesen, bis auf die Malaria, die sie sich vor Jahren als Fotojournalistin in Afrika eingefangen hatte und die ihr hin und wieder etwas zu schaffen machte.

Bis dahin war ich ein glücklicher Mann gewesen. Ich lebte an dem Ort, wo ich leben wollte, mit der Frau, mit der ich leben wollte, und meine diversen Tätigkeiten waren selbstbestimmt und machten mir überwiegend Spaß. Dann kam dieser unerwartete Schicksalsschlag und brachte mein Leben völlig aus den Fugen. Der eine oder die andere von Ihnen können sich das vielleicht ein wenig vorstellen...

Neue Perspektiven

Seit Anfang 2012 arbeite ich verstärkt als Makler, in Kooperation mit uruguayischen Kolleg/innen. Dabei besteht unsere Klientel großenteils aus lokalem / regionalem Publikum. Für die Einwanderungshilfe bleibt jedoch nach wie vor genügend Zeit.

 

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